#5 - Einbildung und Realität


Seneca, ein alter römischer Philosoph, bringt uns das Zitat für die heutige Episode mit. Er sagt, dass wir häufiger in unserer Vorstellungskraft leiden, als in Realität. Wie er das wirklich gemeint hat, bleibt ein Rätsel. Die Interpretation meinerseits ist, dass wir uns häufig vorher schon Schaden zufügen durch unsere Gedanken obwohl noch nichts passiert ist. Wir leiden also in unserer Vorstellung und nicht in Realität.


Warum ist das interessant für dich?

Unser Gehirn kann zwischen Vorstellung und Realität nicht unterscheiden. Ein vorgesteller Säbelzahntiger ist für unser Gehirn die gleiche Art von Bedrohung wie ein wirklicher Säbelzahntiger. Der Stresspegel steigt in beiden Fällen und unser Körper schüttet Stress Hormone aus. Da wir heute viel mit unserem Gehirn arbeiten und Meister im Vorstellen verschiedener Szenarien geworden sind, ist es wichtig sich das bewusst zu machen. Das Szenario in unserem Kopf ist noch nicht passiert und in der Realität leiden wir noch nicht.


Wie findest du deine Lösung?

Die Lösung für dich ist nicht so klar wie in anderen Beiträgen. Szenarien im Kopf durchzuspieln, ist wichtig und hilfreich. Das kann jedoch in gewissen Situationen Überhand nehmen. Wenn du schon mal einen eifersüchtigen Partner hattest, kannst du dir vorstellen was alles in deren Kopf vorging, obwohl nichts (hoffe ich mal) passiert ist. Das Leiden findet zu 100% im Kopf statt, ohne das es real ist.


Was kannst du heute tun?

Die Tat für heute, ist dafür überraschend simpel. Frag dich regelmäßig, ob das was in deinem Kopf vorgeht etwas ist, dass du im Kopf hast und spekulierst oder ob es ein Fakt ist. Ist es kein Fakt, so hast du es dir meistens selbst im Kopf zurecht gelegt. Wenn andere Personen bei diesem Thema eine Rolle spielen, geh auf sie zu und sprich mit ihnen darüber. Das wird dir mehr Klarheit bringen und bringt dich vom Denken ins Handeln.



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